An dieser Stelle wollen wir über die Arbeit zum Werkverzeichnis, technische Ausstattung und Voraussetzungen, Workflow und Datenbank in sporadischen Abständen, Einblick in unsere Arbeit gewähren. Stichpunkte sind hier Kameratechnik, Software, Handling/Workflow und Datenbanksysteme.

 

1. Welche Kameratechnik ist die Richtige?
Der Frage Kamera oder Scanner, widmen wir uns auf der Seite Kameras und Scanner:
http://digitalisierung-kunst.de/kameras-und-scanner/

2. Was soll mit den Daten und Bildern geschehen? Fotografieren alleine reicht nicht.
Sollen die Bilder nur als Gedankenstütze oder Archivfoto dienen oder sollen diese eines Tages in Buchpublikationen, Karten, etc. veröffentlicht werden?
Es reicht nicht, die Bilder nur auf der Festplatte zu haben. Selbst ein Dateiensytem ist unzulänglich. Wer die Bilder nach differenzierten Ordnungsprinzipien wiederfinden möchte, kommt um ein Datenbanksystem nicht herum.

3. Welche Datenbank ist die Richtige?
Eine Datenbank macht in sofern Sinn, weil dort nicht nur das Foto integriert wird. Es werden alle relevanten Informationen zum Künstler, zur einzelnen Arbeit und zum gesamten Werkbestand erfasst.
Wir raten von Bastellösungen in Form von Exceltabellen oder offenen Datenbanksystemen ab, wenn die Exportfähigkeit der Daten nicht gewährleistet werden kann. Auf dem Markt für Museumssoftware tummeln sich etliche Anbieter die wir im Einzelnen nicht getestet haben, die aber fast alle einen professionellen Eindruck gemacht haben.
Viele dieser Anbieter stellen eine Testversion des Systems zur Verfügung. Wir empfehlen dieses Angebot zu nutzen, um festzustellen, ob die angebotene Software im Einzelfall auch den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Ein Aspekt dem man bei der Wahl der richtigen Datenbank auch Aufmerksamkeit schenken muss, ist, dass die Software ständig weiter entwickelt wird und ein Support zur Verfügung steht.

4. Welche Werke sollen ausgewählt werden?
Die Auswahl der Werke gestalltet sich mit unter ausgesprochen schwierig. Hier gehen auch die Meinungen von Kunsthistorikern weit auseinander. Einige sagen, dass es reicht, eine Werkauswahl zu treffen die für den Künstler typisch ist. Eine andere Meinung ist, dass man alle Arbeiten die man findet, dokumentiert, da man nicht abschätzen kann in welchem künstlerischen Kontext die Arbeiten irgendwann neu gesehen werden.
Wenn man als Laie vor der Frage steht "Wer trifft die Auswahl?", wäre die Begleitung durch einen ausgebildeten Kunsthistoriker anzuraten.

5. Wie sollen die Werke gekennzeichnet werden?
Um die Arbeiten zweifelsfrei zuzuordnen, kommt man um eine Kennzeichnung nicht herum. Dabei sind uns immer wieder die abenteuerlichsten Methoden untergekommen.
Die Arbeit sollte bei der Kennzeichnung keinen Schaden nehmen, d.h. es verbieten sich Signierstifte, Filzstifte, Klebeetiketten oder ähnliches. Wir empfehlen eine Nummerierung mit Bleistift am Blattrand, auf der Rückseite des Werkes.
Bei Stempeln ist die Durchsichtigkeit des Papiers zu prüfen, damit der Nachlass-, bzw. Werksverzeichnisstempel nicht von vorne sichtbar ist oder das Werk beeinträchtigt.

6. Wie archivieren wir die Werke am besten?
Grundsätzlich muss ein Raum trocken, heizbar und auch zu lüften sein. Papierarbeiten sollten in Archivschachteln oder in Mappen mit säurefreien, dünnen Zwischenbögen gelagert werden. Ein Ordnungssystem hilft bei der schnellen Auffindung einzelner Arbeiten. Gemälde sind im Regalsystem am besten aufgehoben.
Wir raten dringend von Umverpackungen in Kunststofffolien jedweder Art ab. Tücher oder Papier bieten hier außreichend Schutz, die Atmungsaktivität bleibt dadurch erhalten.